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TV Groß-Umstadt prüft Tabellenführer

 

Handball, Dritte Liga – Darmstädter Echo

 


 
Die Matchwinner der MSG Groß-Bieberau/Modau im Handball-Derby gegen den TV Groß-Umstadt (29:24) hießen Darren Weber (neun Treffer) und Torhüter Markus Podsendek (rechts). Am Wochenende gastiert Groß-Bieberau/Modau beim TV Kirchzell.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Der TV Groß-Umstadt empfängt in der dritten Handball-Bundesliga am Sonntagabend den Meisterschaftsfavoriten HC Elbflorenz Dresden. Die MSG Groß-Bieberau/Modau beendet am Sonntag beim TV Kirchzell die Serie von Derbys.

 

 

Das Derby am letzten Samstag vor über 1300 Zuschauern in Darmstadt wird den Spielern der MSG Groß-Bieberau/Modau in Erinnerung bleiben. Im fünften Anlauf wurde der TV Groß-Umstadt in der Böllenfalltorhalle erstmals bezwungen (29:24). Eine Woche später gilt es nun, sich auf das nächste Derby zu fokussieren. Am Samstagabend (19.30 Uhr, Parzival-Halle) gastieren die Odenwälder beim heimstarken TV Kirchzell.

Gegen die Mannschaft von Trainer-Urgestein Gottfried Kunz gewannen die Gäste seit zwei Jahren nicht mehr. Die stets engen und spannenden Vergleiche wurden zumeist in den Schlussminuten entschieden. Kirchzell hat einen dünnen Spielerkader, muss mit sechs, sieben Spielern durchspielen. Der Vorteil dieses Drahtseilaktes: Es gibt wohl kein eingespielteres Team in der starken Staffel.

Zwei Tabellenränge und zwei Zähler trennen beide Gegner. Mit einem Auswärtserfolg würden die Schützlinge von Trainer Ralf Ludwig aufschließen. Während Till Buschmann (Knieverletzung) zumindest in der Abwehr spielen kann, fällt Kris Jost aus. Der Linksaußen kugelte sich im Derby letzten Samstag nach wenigen Sekunden die Schulter aus.

Taktisch gilt es, die Kreise von Andreas Kunz einzuengen. Der ehemalige Bundesliga-Spieler des TV Großwallstadt ist Lenker und Denker beim TV Kirchzell. Übrigens ist der erfahrene Taktgeber nicht mit dem Trainer verwand, wie oftmals angenommen wird.

Die 24:29-Derby-Niederlage letzten Samstagabend gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau in Darmstadt dürfte der TV Groß-Umstadt verdaut haben. Schließlich hatten die Gäste das Hinspiel für sich entschieden. Nach den letzten Wochen mit den vielen Spielen gegen die regionale Konkurrenz kommt nun ein mächtiger Gegner: Tabellenführer HC Elbflorenz Dresden ist am Sonntag (17 Uhr, Heinrich-Klein-Halle) zu Gast.

 

Die Sachsen sind der einzige Drittligist der Oststaffel, der sich ernsthaft mit dem Gedanken Zweite Liga beschäftigt. Der Etat (über 600 000 Euro) ist konkurrenzlos, der Vorsprung des Tabellenführers auf die Konkurrenz beträgt vier Zähler. Die unmittelbaren Verfolger SC Magdeburg II und TSV Burgdorf II (Bundesliga-Reserven) dürfen nicht aufsteigen, der HSG Nieder-Roden fehlt das Geld. Damit bleibt eigentlich nur die Mannschaft um den erfahrenen Trainer Peter Pysall als Kandidat für den Aufstieg übrig. Auch das leichte Rest-Programm spricht für die Gäste.

 

Im Hinspiel ärgerte der TV Groß-Umstadt den Kontrahenten lange, verlor erst in der Schlussphase mit 27:30. Trotzdem sieht sich der Gastgeber in der Außenseiterrolle. „Wir spielen gegen eine Mannschaft, die absolut zu Recht an der Spitze der Tabelle steht. Sie sind physisch extrem präsent, spielen mit viel Tempo und behalten in kritischen Phasen die Übersicht“, gewichtet Trainer Tim Beckmann den Gegner. Die Rückraumachse mit Alexander Matschos, Matthias Rudow und dem Schweden Gabriel de Santis ist höherklassig erfahren.