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Handball, Dritte Liga – Darmstädter Echo

Bieberau/Modau unterliegt Dessau 22:25 – Angriff schwächelt in der entscheidenden Phase

 


Halt: Darren Weber, der hier vom Dessauer Radek Sliwka (links) gebremst wird, dank optimaler Siebenmeterausbeute zwar der erfolgreichste Werfer der MSG Groß-Bieberau/Modau. Doch auch seine acht Tore konnten die 22:25-Niederlage in der Dritten Liga nicht verhindern.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
Ladehemmung in der letzten Viertelstunde. Die MSG Bieberau/Modau verliert in der Dritten Handball-Liga gegen den Dessau/Rosslauer HV mit 22:25 (13:13), weil sie in der Schlussphase das Tor nicht trifft.

Nach den hervorragenden Ergebnissen der letzten Wochen musste die MSG Bieberau/Modau am Donnerstagabend vor 450 Zuschauern eine 22:25 (13:13)-Niederlage gegen den Dessau/Rosslauer HV hinnehmen. „Dessau war am Ende cleverer und hat verdient gewonnen“, befand Co-Trainer Christian Zölls. Der Assistent von Trainer Ralf Ludwig wollte aber nicht gleich von einem Rückschritt sprechen. Zu kompliziert gestaltet sich zurzeit die personelle Lage beim südhessischen Drittligisten.

Dieses Mal machte es sich bemerkbar, dass mit Nils Arnold und Lucas Lorenz die beiden etatmäßigen Kreisläufer fehlten. Der Kontrahent aus Sachsen-Anhalt, seit Wochen in Topform, schöpfte personell aus dem Vollen. Auch alle fünf Vollprofis hatten die Reise angetreten.

Sogleich entwickelte sich ein spannendes Handballspiel auf dem Niveau zweier Spitzenteams. Es ging hin und her. Die MSG offenbarte zu Beginn Probleme mit ihrer 3-2-1-Abwehr. Die offensive Variante sollte die Gäste überraschen, doch die fanden gute Lösungen über den Kreis und im Eins-Eins. Nach elf Minuten stand es 6:8, was Ludwig zu einer Auszeit veranlasste. Nun versuchten sich die Odenwälder in einer 6:0-Formation. Das funktionierte besser. Zur Halbzeit befanden sich beide Konkurrenten noch auf Augenhöhe, dann wurden die Gäste noch stärker. In der MSG-Offensive passte es nicht, während sich die Ostdeutschen vorne eigentlich keine Fehler mehr erlaubten. Besonders der wurfstarke Lukas Krug (7 Tore) und die treffsicheren Außen Marek Vanco (4) und Tomas Pavlicek (4) setzten den Südhessen zu. Die hingegen erlaubten sich zu viele Fehlpässe.

Als sich dann auch noch Routinier Steve Baumgärtel nach der dritten Zeitstrafe verabschiedete, nahm die Niederlage ihren Lauf. Nach dem Siebenmetertreffer von Darren Weber in der 46. Minute gelang den Gastgebern elf Minuten kein Tor. Als Linkshänder Jan Döll dann 58 Sekunden vor der Sirene zum 21:25 traf, war die Partie längst gelaufen.

Maik Lebherz verlängert Verletztenliste

„In den letzten Wochen haben wir viele gute Chancen ausgelassen und hatten trotzdem Erfolg. Dieses Mal gab es Probleme, diese Möglichkeiten überhaupt zu kreieren“, bilanzierte Zölls. Dessaus Trainer Uwe Jungandreas war stolz aber auch überrascht ob der tadellosen Vorstellung seiner Mannschaft. Normalerweise tun sich seine Spieler auswärts schwer, in 13 Spielen setzte es schon neun Niederlagen. Noch ein Wermutstropfen für die MSG. Maik Lebherz verletzte sich an der Schulter und dürfte länger ausfallen. Dadurch wird die Verletztenliste noch länger.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek und Müller (im Tor), Seeger 4, Baumgärtel 4, Darren Weber 8/5, Göbel 1, Buschmann 1, Döll 4, Lebherz, Winn, Rohaly. Haupttorschützen Dessau: Krug 7, Sliwka 5/1, Pavlicek 4/2, Vanco 4. Zeitstrafen: 4/6. Rote Karte: Baumgärtel (49. dritte Zeitstrafe). Siebenmeter: 5/5 – 4/3. Zuschauer: 450.