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Handball, dritte Liga – Darmstädter Echo

28:33 – Groß-Bieberau/Modau findet kein Rezept in Magdeburg

 

Eine Nummer zu groß war die Bundesliga-Reserve des SC Magdeburg in der dritten Handball-Bundesliga für die MSG Groß-Bieberau/Modau. Die Gäste verloren am Samstagabend vor 400 Zuschauern 28:33 (10:16).

 

„Es war wie der Vergleich zwischen Bayern München und der Frankfurter Eintracht“, witzelte Ralf Ludwig nach der Niederlage beim Meister der Gruppe Ost. Zu groß waren die qualitativen Unterschiede. Zweimal am Tag trainiert der Talentschuppen des Bundesligisten. Verhältnisse, von denen die Odenwälder nur träumen können. Zu allem Überfluss verschliefen sie nach fünfstündiger Anreise die Anfangviertelsunde der Partie (2:8), was die Aufgabe noch schwieriger gestaltete. Die Abwehr versuchte ihr Bestes, war aber gegen die individuelle Klasse des generischen Rückraums oft überfordert. Magdeburgs Tomasz Gebala (10 Tore), der eine sprunghafte Entwicklung nahm, war im Eins-Eins kaum zu halten. Genauso wie dessen Nebenleute Bruno Zimmermann (4) und Alexander Saul (5), beides Junioren-Nationalspieler. Zwei, drei Zuspiele, dann folgte eine dynamische Eins-Eins-Aktion. „Das war einfach zu gut für uns, dass muss man so akzeptieren“, berichtete Ralf Ludwig entspannt. Auch für den Trainer war das Angriffsspiel und das hohe Tempo der Gastgeber eine Augenweide.

 

Schon zur Halbzeit lagen die Südhessen 10:16 zurück. Auch nach dem Wechsel dominierte Magdeburg. Dem Rückraum der Odenwälder fehlte es an Torgefahr aus der Distanz – was gegen den Zwei-Meter-Mittelblock der Gastgeber nicht verwunderte. Immerhin setzte der junge Darren Weber (11/7) nervenstark und wendig Nadelstiche. Auch die Kreisläufer Lucas Lorenz (6) und Nils Arnold (3) fanden Lücken. Doch das war gegen die Ausnahmemannschaft zu wenig. Nach 38 Minuten stand es 15:22. Magdeburg kann am kommenden Freitag vor dem Spitzenspiel beim Zweiten HC Dresden den Sekt kaltstellen. Groß-Bieberau spielt am Samstag im fränkischen Bad Neustadt.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Müller (im Tor), Seeger 3, Baumgärtel, Darren Weber 11/7, Lorenz 6, Arnold 3, Buschmann 1, Winn 2, Göbel 1, Döll 1, Büttner. Magdeburgs Haupttorschützen: Tomasz Gebala 10, Saul 5, Zimmermann 4, Zeitstrafen: 7/2, Rote Karte: Maciej Gebala, (Magdeburg) 52./dritte Zeitstrafe), Siebenmeter: 1/1 und 8/7, Zuschauer: 400.