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Mittwoch · 26.08.2015 · 17:08 Uhr · PM TVG, red

Nach Lizenzverweigerung: Großwallstadt    vor dem Start in Liga 3

Nach der Verweigerung der Lizenz für die 2. Bundesliga steht der TV Großwallstadt vor einem Neuanfang, der Altmeister geht in dieser Spielzeit in der 3. Liga an den Start. Genau drei Monate nach dem letzten Spiel in der 2. Liga, steht für die Mannschaft des TV Grosswallstadt das Debüt in der 3. Liga an. Am 30. August geht es um 17 Uhr in der Sparkassen-Arena in Elsenfeld um erste wichtige Punkte gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau. Mit der Vorbereitung ist der TVG unterdessen durchaus zufrieden.

Dass das Siegen auch gegen Drittligisten kein Selbstläufer ist, mussten die Wällster bereits in der Vorsaison schmerzhaft erfahren. Im DHB-Pokal verlor man – wie in den letzten Jahren fast schon traditionell – in der 1. Runde gegen die Horkheim Hunters. Der Heilbronner Stadtteil war dann auch dieses Jahr bei der neuen Final Four-Vorrunde der Gegner und ließ dem TVG erneut keine Chance. Als es bereits nach 35 Minuten 9:19 stand, konnten ein starker Dennis Weit mit 10 Toren und ein gut aufgelegter Andreas Nositschka im Tor schlimmeres verhindern. 24:30 stand es am Ende.

Erfolgreicher verlief das letzte Vorbereitungsspiel gegen Badenligist TV Hardheim. Mit nur sieben Feldspielern bestückt, konnte sich der TVG verdient mit 33:25 durchsetzen. „Die Jungs hatten das Spiel von Anfang an im Griff. Wir haben das als gutes Training gesehen“, so Maik Handschke in der Nachbetrachtung. Nicht dabei waren unter anderem Robin Delfs und Florian Eisenträger. Delfs, der von der ebenfalls TVG-Junioren Akademie kam, wird wohl auch gegen Groß-Bieberau passen müssen. Bei Eisenträger, der an einer Oberarmverletzung laboriert, könnte es laut Handschke bis Sonntag reichen. Er wäre eine wichtige Größe – ist er doch in der jungen Truppe neben Jens Tiedtke und David Karrer schon der erfahrenste Spieler.

Direkt nach dem Spiel in Hardheim ging für Trainer Handschke der Blick nach vorne. Gerade vor den beiden jüngsten Neuzugängen der Gäste hat er Respekt: „Mit Max Schubert und Felix Kossler haben sie zwei sehr erfahrene Akteure bekommen“. Deswegen sollen die letzten Tage noch mal genutzt werden um sich ideal auf die Hessen einzustellen: „Groß-Bieberau hat natürlich den Vorteil, dass sie eingespielt sind. Wir werden uns den Rest der Woche ordentlich vorbereiten, so gut es eben mit der kleinen Truppe geht. Vielleicht kommt ja noch eine Neuverpflichtung dazu“, so der Coach.

Zum Gegner: Die Spielgemeinschaft des TSV Modau und der TSG Groß-Bieberau wurde erst vor zwei Jahren gegründet. Zum ersten Mal regional beachtliche Erfolge konnte der Vorgängerverein 1983 feiern, als man Meister der Oberliga Südwest wurde und sich einen Platz in der Regionalliga sichern konnte. Zwischen 1986 und 1993 verpasste man den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Klasse gleich mehrfach knapp.

1994 war es dann aber endlich geschafft. Als Meister der Regionalliga Südwest Staffel Nord stieg man auf, musste die 2. Liga aber nach Platz 17 sofort wieder verlassen. Sieben Jahre dauerte es erneut, ehe man 2003 wieder aufstieg und dieses Mal gleich sechs der nächsten acht Spielzeiten in der 2. Liga absolvierte. Mit der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga reichte man keine Lizenz für diese ein und spielt seit der Saison 2011/12 nun in der dritthöchsten Klasse. Die letzte Saison beendete man auf Platz 11 mit 30:30 Punkten in einer sehr ausgeglichenen 3. Liga – für Platz 4 reichten schon 36:24 Punkte.

Zur neuen Runde geht das Team um Trainer Ralf Ludwig mit neuem Hauptsponsor neue Wege und nennt sich jetzt „Falken“. Den Toptorjäger findet man in den Reihen der MSG nicht – zumindest war in den Top 12 der 3. Liga kein Falke zu finden. Allerdings könnte sich dies in dieser Spielzeit ändern dank der angesprochenen Neuzugänge mit Bundesliga-Erfahrung ändern. Linksaußen Maximilian Schubert spielte bereits 2008-2010 bei der MSG, ging dann aber für drei Jahre zu Frisch Auf Göppingen und war zwei Jahre beim TuS N-Lübbecke, ehe er jetzt zurückkehrte. Auch für die rechte Seite konnte ein alter Bekannte verpflichtet werden: Felix Kossler sammelte ebenfalls bis 2010 erste Erfahrungen in Groß-Bieberau, ehe er beim TVG und in Friesenheim auf die Platte ging. Der Rechtsaußen traf in der 1. Liga vergangene Saison immerhin 42 Mal.

Der einzige namhafte Abgang im Kader ist Jan Döll, der nach Bietigheim wechselte. Beim letzten Test vor Saisonstart zeigten die Ludwig-Sieben einen starken Auftritt gegen Süd-Drittligist TV Großsachsen und gewann 30:24. Nils Arnold und Lucas Lorenz überzeugten in der Defensive, mit Daniel Zele zeigte sich ein weiterer Neuzugang von seiner besten Seite. Dabei fehlten der Verletzte Ex-Wällster Kris Jost sowie Michael Malik und Maik Lebherz – ihr Einsatz am Sonntag ist fraglich. Duelle der beiden Teams gab es bisher im Ligabetrieb nur bei der 2. Garnitur. Anpfiff in der Sparkassen-Arena in Elsenfeld ist am Sonntag, den 30. August um 17 Uhr.