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Handball-Drittligist TV 05/07 Hüttenberg eilt nach dem 28:22 (14:8)-Erfolg bei der HSG Groß-Bieberau/Modau der Konkurrenz auf und davon.

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Mario Fernandez (Mitte) und der TV 05/07 Hüttenberg haben auch die Drittliga-Hürde Groß-Bieberau/Modau genommen. (Foto: Pfliegensdörfer)

© Jürgen Pfliegensdörfer

(mro) Der TV 05/07 Hüttenberg ist nicht der FC Bayern München, sondern wandelt auf den Spuren der Rhein-Neckar Löwen. Während in der Fußball Bundesliga der Tabellenführer am elften Spieltag bei Eintracht Frankfurt seine ersten Punkte abgeben musste, wahrten die Mittelhessen mit einem niemals gefährdeten 28:22 (14:8)-Sieg bei der MSG Groß-Bieberau-Modau weiter ihre weiße Weste und sind damit auf dem besten Weg, es dem bisher schon 13 Mal siegreichen Spitzenreiter der Handball Bundesliga gleich zu tun.

Nur in der Anfangsphase konnte der gastgebende Tabellenvierte die Partie ausgeglichen gestalten und nach dem ersten Tagestreffer durch Daniel Wernig und dem 4:2 von Damir Doborac in der achten Minute beim 5:5 von Nils Arnold nach einer guten Viertelstunde letztmals in der Partie ausgleichen. »Anfangs waren unsere jungen Spieler ein wenig nervös«, sprach TVH-Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson die hitzige Atmosphäre an. »Aber daran haben wir uns schnell gewöhnt.«

Denn danach gelang den »Falken« erst knapp drei Minuten vor dem Seitenwechsel der nächste Torerfolg durch Linkshänder Felix Kossler. Da Hüttenberg aber in der Zwischenzeit einen 7:0-Lauf hingelegt hatte und dabei auch eine Zeitstrafe gegen Sven Pausch unbeschadet überstanden hatte, war der Spitzenbegegnung schon früh die Spannung genommen. Ausschlaggebend hierfür war eine wieder einmal bestens harmonierende Deckung, obwohl diese durch den kurzfristigen Ausfall von Moritz Lambrecht (Rückenbeschwerden) umgestellt werden musste. »Sven Pausch hat das aber auch sehr gut gemacht«, lobte der isländische Coach seinen Routinier. »In dieser Phase haben wir Groß-Bieberau zur Verzweiflung gebracht und konnten leichte Tore im Schnellangriff erzielen.«

Denn man kontrollierte speziell die Bundesliga-erfahrene Flügelzange der Hausherren Felix Kossler/Maximilian Schubert. Einzig der brandgefährliche Halblinke Daniel Zele im Zusammenspiel mit Kreisläufer Nils Arnold stellte die Hüttenberger Deckung gelegentlich vor Probleme. Zwei weitere Tore des stark auftrumpfenden Ragnar Jóhannsson bis zum Pausenpfiff ließen die Handballer aus der Handkäsemetropole mit einer beruhigenden 14:8-Führung in die Kabine gehen. Aus der die Mittelhessen weiter hoch konzentriert kamen. Drei Tore in Folge von Ragnar Jóhannsson, Damir Doborac und Sven Pausch ließen den Vorsprung in der 36. Minute weiter auf 17:9 anwachsen.

»Matthias Ritschel hat an seiner alten Wirkungsstätte eine ganz starke Leistung gezeigt«, durfte sich der Kapitän nach Spielende auch ein Sonderlob abholen für etliche Paraden, unter anderem in der 41. Minute gegen Siebenmeter-Schütze Schubert, dem der in den letzten zehn Minuten das Tor hütende Fabian Schomburg ebenfalls einen Strafwurf parierte. So konnten die personell dezimierten Gäste – außer Moritz Lambrecht fehlte Linksaußen Tom Warnke und auch Rückraumspieler Markus Semmelroth – bereits frühzeitig ein wenig in den Sparmodus schalten. Ohne Gefahr zu laufen, das Spiel noch einmal spannend zu machen.