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Kai Feldmann
Foto: HSG

Wohl kaum einer der gut 500 Zuschauer hätte vor der Partie gedacht, daß das Derby so eine eindeutige Angelegenheit werden würde. Mit exakt diesem einleitenden Satz begann auch der Spielbericht gegen den TV Kirchzell vor gut zwei Monaten, doch manch ein Zuschauer mag sich an eine dermaßen starke Leistung gar nicht mehr zu erinnern. Und so bleibt diesmal nüchtern zu konstatieren, dass es die Gäste waren, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten und den Baggerseepiraten keine Chance ließen.

In den ersten Minuten hielten die Gastgeber, die auf den erneut verletzten Stefan Seitel verzichten mussten, noch mit, doch durch einen Drei-Tore-Lauf zum 3:6 schafften die Odenwälder erstmals etwas Abstand. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wurde das Hauptmanko der Rodgauer deutlich: Die verheerende Chancenverwertung. Gegen die dicht gestaffelte und kompromisslos zupackende Gästeabwehr ergaben sich nur selten klare Chancen. Es fehlte einfach die letzte Entschlossenheit und Durchschlagskraft. Selbst wenn dann die Hausherren doch einmal frei zum Wurf kamen, stand ein glänzend parierender Markus Podsendek zwischen den Pfosten, der etliche Würfe parieren konnte. So kam es, wie es kommen musste, die Baggerseepiraten liefen ständig einem Rückstand hinterher. Sogar bei eigener Überzahl produzierte man zu viele Fehler und gestattete den Bieberauern somit, bis zur Pause auf 10:14 davonzuziehen.

Wer nach Wiederanpfiff auf ein Aufbäumen der HSGler gehofft hatte, sah sich enttäuscht. Denn im Ge-gensatz zu den schon erwähnten harmlosen Aktionen der Heimmannschaft nutzte Bieberau eine eigene Überzahl schnell zum 11:17, was schon eine kleine Vorentscheidung bedeutete. Zwar schaffte man es, beim 16:19 in der 44. Minute noch einmal auf Tuchfühlung zu kommen und es wäre auch noch ausreichend Zeit gewesen, die kurze Schwächephase der Gäste auszunutzen, doch die beiden überragenden Rückraumschützen Zele und Buschmann markierten weitere Treffer und beim 19:25 in der 52. Minute war die Messe gelesen.

Der Endstand von 23:28 spiegelt noch nicht einmal die wahren Kräfteverhältnisse wieder, zu dominant waren die Odenwälder an diesem Tag und zu lethargisch und fehlerbehaftet das Spiel der Rodgauer. Dies sah auch der naturgemäß sehr enttäuschte Trainer Hauptmann so: „Glückwunsch nach Bieberau, sie waren 60 Minuten das bessere Team. Wir müssen jetzt die Köpfe irgendwie wieder frei bekommen und nächste Woche in Rödelsee gewinnen“, blickte der Übungsleiter schon acht Tage voraus. Eines ist sicher: Als Favoriten fahren die Baggerseepiraten nicht nach Kitzingen.