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Handball-Drittligist Bad Blankenburg belohnt sich nicht: 25:27 in Groß-Bieberau

30.11.2015 - 06:31 Uhr

Handball 3. Liga: Der Ostthüringer Vorzeigeverein darf am Sonnabend bis kurz vor Spielende auf einen Punkt hoffen bei der MSG Groß-Bieberau/Modau. Beim Abpfiff jubelt aber nur der Gastgeber.
 
Radoslaw Miler setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch. Foto: Andreas Karlen Radoslaw Miler setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch. Foto: Andreas Karlen

Groß-Bieberau. Die Handballer des HSV Bad Blankenburg haben bei der Männerspielgemeinschaft (MSG) TSG Groß-Bieberau/TSV Modau ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert. Sie haben sich aber am Ende nicht belohnen können. Die Heimmannschaft, die im Sommer unter anderen den Ex-Hermsdorfer Daniel Zele verpflichtet hatte, gewann dank einer kämpferischen Steigerung Mitte der zweiten Halbzeit noch mit 27:25 (13:15). Zele war am Sonnabend mit sieben Treffern bester Werfer beim Sieger.

 

Bis vor dem Spiel wurden die Bad Blankenburger als Angstgegner gehandelt bei der MSG. In den vier Punktspielen 2013/14 und 2014/15 gewann der HSV dreimal. Das vierte Duell endete Unentschieden. Seit Sonnabend ist diese Negativ-Bilanz für die Hessen Geschichte. Die Bieberauer kletterten mit dem vierten Heimsieg in der Großsporthalle in Groß-Bieberau wieder auf Tabellenrang drei hoch. Die Bad Blankenburger bleiben nach 13 Spieltagen bei elf Punkten auf Rang neun.

Bad Blankenburg nur drei Zähler vor Abstiegsrang

Der Vorsprung des HSV Bad Blankenburg auf den ersten Abstiegsrang, den der TV 1861 Gelnhausen belegt, ist weiter hauchdünn mit drei Zählern. HSV-Trainer Rüdiger Bones sagte nach der Partie, „dass, für uns heute sicherlich mehr möglich gewesen wäre. Die Niederlage war ärgerlich. Wenn wir so, wie heute, alle unsere Heimspiele bestritten hätten, würden wir in der Tabelle ganz anders da stehen.“ Bis zur Halbzeit führte der Gast aus Ostthüringen 15:13. später auch noch beim 22:19 (46.) durch den verwandelten Siebenmeter von Paul Weyhrauch. Die Bieberauer, die lange Zeit dem Staffelersten TV 05/07 Hüttenberg einen Zweikampf in der Tabelle der 3. Liga, Staffel Ost lieferten, kamen zu vier Treffern in Folge und zum 23:22 (52.). Erst Marcel Werner konnte die minutenlange Torflaute mit dem 23:23 (53.) beenden. Die Erst- und Zweitbundesliga-erfahrenen Außenspieler bei der MSG mit Felix Kossler und Maximilian Schubert, U 21-Weltmeister 2011, wurden in der Schlussphase zu den Matchwinnern. Kossler traf nicht nur zum 24:23 (54.), sondern auch mit seinem vierten Tor in der Schlussminute zum 27:25-Endstand. Schubert erhöhte zwischenzeitlich auf 25:23. Bones haderte in der Phase, als Groß-Bieberau 24:23 führte und nach der Zeitstrafe für den MSG-Rückraumspieler Till Buschmann in Unterzahl spielte, mit den Schiedsrichtern. „Da haben sie bei uns auf Stürmerfoul entschieden, was aus meiner Sicht nie und nimmer ein Foul war. Schade, da hat man uns die Chance zum Ausgleich genommen. Mit den Pfiffen der Spielleiter müssen wir aber leben. Das ist in jedem Spiel so, dass es da zwei, drei strittige Entscheidungen geben kann.“ Und dann nannte der HSV-Verantwortliche auch die Rote Karte gegen Frank Grohmann in der 49. Minute als zweiten Knackpunkt in der Partie. „Ohne ihn hat man sofort gemerkt, dass unserem Angriffsspiel die nötige Durchschlagskraft fehlte.“

HSV Bad Blankenburg: Jahn, Herholc – Grohmann (3), Niznan (3), Römermann (4), Weyhrauch (6), Maric, Malinowski, Miller (4), Kempe (3), Große (1), Rahn, Geci, M. Werner(1).
Jens Henning / 30.11.15 / OTZ