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von Bernd Kalkhof - Darmstädter Echo

GROSS-BIEBERAU - Die vielen Zuschauer hatten sich am Samstagabend in der Großsporthalle gerade gesetzt, da trauten sie ihren Augen kaum. Die MSG Bieberau/Modau legte los wie die Feuerwehr. Mit hoher Aggressivität wurden die jungen Spieler des TV Großwallstadt hart attackiert. Die Folge: Fehlpässe und schwache Abschlüsse.

Nach sechs Minuten hatten die Falken bereits siebenmal auf das Tor des TVG geworfen, alle Würfe waren drin (7:2). Zehn Minuten spielten die Odenwälder ihren Gegner förmlich an die Wand. Doch dann war erst einmal Schluss mit der Herrlichkeit. Die Defensive verlor immer häufiger den Zugriff auf den starken Kreisläufer Patrick Gempp (7 Tore), vorne wurde zudem überheblich abgeschlossen. Beste Möglichkeiten blieben liegen, der Vorsprung litt mit jeder Minute.

 

 

Kris Jost flog gegen seine ehemaligen Mitspieler aus Grosswallstadt wie ein Falke. Drei Treffer gelangen dem jungen Linksaußen.

 

"Da haben wir phasenweise schlecht verteidigt und vorne auch zu hektisch gespielt", befand Till Buschmann, der seit Wochen zu den Leistungsträgern gehört. Spätestens nach dem 11:9-Anschlusstreffer von Luka Denic war der Vergleich wieder offen. Zu allem Überfluss verletzte sich nach 15 Minuten noch MSG-Torjäger Daniel Zele. Doch die Wende gelang den jungen TVG-Spielern trotzdem nicht.

Die Gastgeber konnten sich wieder steigern, vorne wie hinten. Der großgewachsene Maxi Schubert (7) übernahm Verantwortung, setzte immer wieder wuchtige Treffer aus dem Rückraum. Mit einem wackligen, aber passablen 15:12 ging es in die Kabinen. Im zweiten Durchgang wurden dann die Unterschiede zwischen dem Tabellendritten und dem Ligazehnten schnell deutlich. Großwallstadt hatte sich in der 35 Minute auf 16:17 rangekämpft, wollte dann aber zuviel.

Junges TVG-Team agiert zu ungestüm

"Da hat man den Unterschied zwischen einer erfahrenen und einer unerfahrenen Mannschaft gesehen", bewertete TVG-Trainer Heiko Karrer die Situation, als seine Talente mit offenem Visier ins Verderben rannten. Die Gäste forcierten das Tempo, fabrizierten aber Fehler und schwache Abschlüsse. Ganz anders die Odenwälder, die nun dank stabilerer Abwehr und intelligentem Offensivspiel Tor um Tor enteilten.

Egal, wer bei den Falken zum Einsatz kam, er war torgefährlich. Nicht so beim dünnen Kader des TV Großwallstadt, der mit seinem Personal auf der Bank deutlich abfiel. Auch wirkte der ein oder andere Akteur, wie der junge Linkshänder David Karrer, schlichtweg überfordert. Die MSG legte einen 11:2-Lauf auf das Parkett. Spätestens beim 28:18 war das Spiel gelaufen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon einige übermütige TVG-Talente verabschiedet. Drei Disqualifikationen schwächten die Gäste zusätzlich. Ganz bitter die völlig unnötige dritte Zeitstrafe für den übermotivierten Ligatorschützenkönig Florian Eisenträger, der im Liegen nachtrat.

Ralf Ludwig, Trainer der Falken, zog nach dem Spiel eine positive Bilanz. Die Südhessen haben eine starke Hinrunde gespielt. Zudem sei das Klima im Team so gut wie noch nie, was auch Till Buschmann betonte: "Das war heute eine geile Stimmung in der Halle und wir haben auch ein gutes Spiel gemacht. Wir haben auch gezeigt, dass wir auch konditionell richtig gut drauf sind", sagte der Student über den kurzweiligen und aus Sicht der MSG erfolgreichen Samstagabend.

 

Mit Bildergalerie über folgenden Link auf den Text im Darmstädter Echo:

 

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