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Am Freitag stehen sich wieder einmal die beiden südhessischen Drittligisten TV Groß-Umstadt und MSG Bieberau/Modau gegenüber. Auch das zweite Derby der Saison wird in der Darmstädter Böllenfalltorhalle ausgetragen

 

Heute Abend um 19:30 Uhr kommt es wieder einmal zum Aufeinandertreffen der beiden höchstklassigen Handballvereine der Region.Nun versucht sich also auch der TV Groß-Umstadt an der Böllenfalltorhalle. Der erstmalige Umzug nach Darmstadt soll dem stets brisanten und hart umkämpften Derby einen weiteren Anschub geben, wie es die Vereinsregie formulierte. Schließlich biete die Halle eine höhere Zuschauerkapazität und auch ein viel größeres Einzugsgebiet. Wahrscheinlich gab auch das höchst positive Erlebnis Anfang September den Ausschlag, als der Turnverein die Bieberauer Falken in Darmstadt vor über 1000 Zuschauern mit 28:24 besiegte. Es war der zweite Spieltag und das Ergebnis überraschte. Mittlerweile haben sich die Kräfteverhältnisse allerdings etwas verschoben. Während der TV Groß-Umstadt als Tabellenneunter (14:18 Zähler) noch um den Klassenerhalt kämpft, hat sich die MSG Bieberau/Modau (24:8) in der Spitzengruppe etabliert. Nur noch der ungeschlagene TV Hüttenberg und der TuS Fürstenfeldbruck rangieren vor den Odenwäldern. Mit zuletzt fünf Siegen in Serie reisen die Falken ans Böllenfalltor, was sie eigentlich zum klaren Favoriten macht. Zuletzt besiegten sie zum Rückrundenauftakt den TV Großwallstadt souverän mit  33:21 und gewannen letzte Woche ein stark besetztes Turnier beim Oberligisten SG Bruchköbel. Umstadts Trainer Tim Beckmann weiß um die schwierige Aufgabe, freut sich aber dennoch auf dem prekären Vergleich: „Die MSG steht völlig verdient auf dem dritten Tabellenplatz, sie haben viele Verletzungen super kompensiert. Tabellarisch sind wir klarer Außenseiter, aber ein Derby hat auch immer seine eigenen Gesetze. Dieser müssen wir uns bedienen, um diesem starken Kollektiv Paroli bieten zu können“.  Eine gesunde Einschätzung, zumal der Sportlehrer mit Antreiber Fabian Kraft und Linksaußen Joshua Kraus auf wichtige Spieler verzichten muss. Sein Pendant Ralf Ludwig sollte die Geschichte eigentlich lockerer angehen. Der Trainer der Falken hat sein Team nach großen personellen Schwierigkeiten zum Saisonstart auf den richtigen Kurs gebracht. Trotz der guten Form weist Ludwig die Favoritenrolle aber von sich. „Unser Gegner macht uns vor jedem Derby zum Favoriten. Bemüht man die Statistik, sieht das ganz anders aus. Da waren wir erst einmal siegreich, während Groß-Umstadt schon dreimal gewonnen hat“, erklärt der Bauingenieur, der sich nicht gerne an die Pleite im Herbst erinnert. „Wir haben das Spiel nochmals auf Video analysiert und waren uns einig, dass wir damals eine unterirdische Angriffsleistung abgeliefert haben. Auch bekamen unsere Torhüter keinen Ball zu greifen. Ich hoffe, dass wir am Freitag eine bessere Vorstellung abliefern“, sagt Ludwig, der auf seinen Abwehrspezialisten Nils Arnold verzichten muss. Die TV-Regie teilte unterdessen mit, dass es trotz des großen Andrangs noch genügend Karten an der Tageskasse gibt.