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Die MSG Bieberau/Modau gewinnt das prestigeträchtige Aufeinendertreffen mit dem TV Groß-Umstadt in der Darmstädter Böllenfalltorhalle. Gut 1200 Zuschauer wollten den deutlichen 26:36 (11:15)-Erfolg verfolgen.

 

Soviel steht mal fest. Die Ausflüge der beiden Drittligisten TV Groß-Umstadt und MSG Bieberau/Modau in die in die Darmstädter Böllenfalltorhalle lohnen sich. Zum ersten Mal entschied sich auch der TV Groß-Umstadt für den Umzug in die altehrwürdige Sporthalle und dürfte sich dabei am Freitagabend  über den Besuch von 1200 Zuschauern freuen. Zumindest wirtschaftlich hatte sich die Entscheidung auf jeden Fall gelohnt, sportlich hatte der Tabellenzehnte ganz eindeutig das Nachsehen. In dieser Form hätte der TVG aber gegen jeden Liga-Konkurrenten Probleme gehabt. Viel zu harmlos und drucklos präsentierte sich der Rückraum des vermeintlichen Gastgebers.

Jubeln war angesagt nach dem überragenden Derbyerfolg gegen die Nachbarn aus Groß-UmstadtKonnten im ersten Durchgang noch Routinier Florian See und Sebastian Paul Akzente setzen, tauchte der Rückraum direkt nach dem Wechsel völlig ab, Zwar konnte Markus Eisenträger in der Schlussviertelstunde noch sieben Treffer markieren, doch da war die Messe bereits gelesen. Die Falken führten zu diesem Zeitpunkt schon mit zehn Toren Unterschied und hatten das Derby frühzeitig entschieden. Nur in der ersten Viertelstunde bewegten sich die beiden Kontrahenten auf Augenhöhe, dann steigerten sich besonders die Falken. Eine starke Abwehr machte dem Turnverein zu schaffen, immer mehr Wurfversuche wurden von dem starken Mittelblock des 6:0-Verbandes geblockt. „Defensiver kann eine Abwehr gar nicht stehen, aber wir haben überhaupt kein Kapital daraus geschlagen. Die Würfe waren unvorbereitet und unpräzise“, ärgerte sich Tim Beckmann. Der Trainer des TVG konnte sich bei Thomas Bolling bedanken, das der Rückstand zur Pause nur vier Tore betrug. Der Keeper parierte einige hundertprozentige Chancen der Odenwälder. Doch direkt nach dem Wechsel kam auch Bolling an seine Grenzen. Reihenweise tauchten die Gegenspieler völlig frei vor ihm auf und netzten das Spielgerät ein. Acht Treffer in Folge entschieden die Partei schon nach 38 Minuten (23:11). Spätestens als der starke Maxi Schubert das 20:11 markierte, war den Zuschauern klar, wie die Partie ausging. In der Schlussviertelstunde patzten die siegeichen Gäste zwar ein ums andere Mal in der Abwehr, am klaren Erfolg änderte das aber nichts. Beeindruckend, mit welch einem hohen Tempo die MSG ihren Gegner ausspielte. In der Rückwärtsbewegung war der TVG völlig überfordert. Dabei erlaubten sich die Falken sehr wenige Fehler, was die Umstädter zusätzlich frustrierte.

„Wir hatten heute einfach keine Qualität im Rückraum. Die Spieler haben den Weg in die Tiefe gescheut und wir haben kaum eine Eins-Eins-Aktion gewonnen“, war Beckmann hernach ratlos. Holger Zindt hätte sich natürlich auch ein besseres Ergebnis gewünscht, war mit der Entscheidung für Darmstadt aber sehr zufrieden. „Wir waren nicht zum letzten Mal hier“, versprach der Abteilungsleiter.

TVG: Bolling und Zwiers (im Tor), Eisenträger 7, Paul 4, Brunner ,  Blank 2, See 6/3,  Acic 5, Kraft , Kramer 1, Wesche,  Kwiatkowski 1, Eisenträger 7, Kasumovic              

MSG: Müller und Podsendek (im Tor), Schubert 8/1, Malik 4/2, Büttner 2, Seeger 5, Lorenz 5, Weber 3/2, Buschmann 3, Kossler 5, Zele , Jost 1  Zeitstrafen: 3/2, Siebenmeter: 4/3 und 7/5, Zuschauer: 1200

Stimmen zum Spiel:

Ralf Ludwig (Trainer MSG): „Wir haben hochverdient gewonnen. Zur Zeit macht es richtig Spaß mit der Mannschaft, sportlich sind wir auf dem richtigen Weg“. 

Maximilian Schubert (Linksaußen MSG): „Im Hinspiel haben wir uns viel zu viel Druck gemacht. Jetzt ist unsere Mannschaft aber gereift, da waren die Vorzeichen anders. Wir stehen nicht umsonst auf dem dritten Tabellenrang“.

Michael Blechschmitt (Teammanager TV Groß-Umstadt): Es war wie im Hinspiel, nur umgekehrt. Dieses Mal hatte die MSG einen Lauf und wir haben überhaupt nichts zustande gebracht“. 

Pit Städter, (Betreuer MSG Bieberau/Modau): „Das war eine starke Vorstellung. Der Teamgeist stimmt zur Zeit und es macht richtig Spaß, diese Mannschaft zu betreuen“.

Thomas Müller (spielte für beide Vereine am Kreis):

Groß-Umstadt fehlte die nötige Aggressivität, um gegen solch einen spielerisch starken Gegner bestehen zu können“

Hubertus Gerlicher (Zeitnehmer/TGS Walldorf):

„Die MSG hat ein Riesentempo vorgelegt und dabei viel weniger Fehler gemacht als im Hinspiel“.