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Handball, dritte Liga

Ein Tag zum Vergessen: Die MSG Bieberau/Modau ist im Spitzenspiel gegen den HC Dresden chancenlos und verliert deutlich mit 19:29 (9:14).

 

Am Samstagabend gab es lange Gesichter bei den Anhängern und Spielern der MSG Bieberau/Modau. Es ist lange her , dass die Südhessen so deutlich verloren und ihre Grenzen aufgezeigt bekamen. Die Gäste aus Sachsen, welche ihre hohen Ambitionen schon zu Saisonbeginn verspielten, waren hervorragend eingestellt auf die Südhessen. Das war von der ersten Minute sichtbar. Viel zu zentral zog die MSG ihr schnelles Angriffspiel auf, blieb immer wieder am großgewachsenen Mittelblock um Rico Göde und Tjark Desler hängen. Zudem fehlte in der Defensive der Zugriff auf Dresdens Torjäger Sebastian Gress (7 Tore). Der Antreiber gab der MSG-Defensive genauso viele Rätsel auf wie Linksaußen Tim Jurgeleit, der bei sieben Versuchen siebenmal einnetzte. Schnell gerieten die Odenwälder mit 4:10 ins Hintertreffen. Dann steigerte sich die Defensive, die MSG Verkürzte auf 9:13. Nach dem Seitenwechsel aber glänzte nur noch die Abwehr der Sachsen, die wenigen guten Würfen wurden vom starken HC-Keeper Timo Meinl entschärft. Zudem ließen die Gäste aufgrund schneller Rückwärtsbewegung kein Tempospiel zu, eine wichtige Waffe der Gastgeber. Schon nach 39 Minuten stand es 10:21, der Vergleich war entschieden. “Dresden war hervorragend auf uns eingestellt und hat uns unsere Grenzen aufgezeigt. Es ist schade, dass wir in Spitzenspielen nicht unsere Leistung auf die Platte bringen“, resümierte Falken-Coach Ralf Ludwig  Dem akribischen Übungsleiter war aber auch nicht entgangen, dass seinen Schützlingen die geistige Frische fehlte. Zudem litt die letzte Spritzigkeit und Konsequenz beim Torabschluss. Da konnten die Odenwälder ihren Konkurrenten nur beneiden. Nils Kretschmer, letzte Saison noch in der Bundesliga am Ball, war auf der halblinken Angriffsposition nur zweite Wahl. Ein Luxus von welchem der ausgezerrte MSG-Kader nur träumen kann. Benedikt Seeger, Felix Kossler, Darren Weber sowie der mit einer lädierten Schultert spielende Linkshänder Till Buschmann, sie alle konnten ihre Leistungen nicht abrufen. Dabei patzten die Falken bisher gegen alle anderen drei Spitzenteams. Da gelang bisher noch kein Sieg. Es ist es eben aber auch die Größe des Kaders, die eine Rolle spielt. Die unglaubliche Verletzungsserie jedenfalls machte sich am Samstagabend augenscheinlich bemerkbar: Die Falken pfeifen auf dem letzten Loch.

MSG: Podsendek und Müller (im Tor), Zele 6, Seeger 2, Arnold 1, Schubert, Malik 4/3, Büttner 3, Buschmann, Weber, Rohaly 1, Kossler 1 und Jost 1, Haupttorschützen HC: Jurgeleit 7, Gress 7, Boese 5/3, Kretschmer 3, Zeitstrafen: 1/3, Siebenmeter: 3/3 und 3/3, Zuschauer: 450