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Von Bernd Kalkhof - Darmstädter Echo

HANDBALL, DRITTE LIGA Bieberau/Modau verspielt in Gelnhausen Drei-Tore-Vorsprung

GROSS-BIEBERAU - Die MSG Bieberau/Modau verspielt in der Drittliga-Partie beim TV Gelnhausen in den letzten zwei Minuten einen 26:23-Vorsprung und muss sich mit einem 26:26 (12:10)-Unentschieden begnügen.

 

Am Donnerstagabend mussten sich die Spieler der MSG Bieberau/Modau an die eigene Nase fassen. Gerade hatten die Falken einen 26:23-Vorsprung in weniger als zwei Minuten verspielt. Gut 900 Anhänger feierten indes eine nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd des TV Gelnhausen.

 

Als Benedikt Seeger (8 Tore), an diesem Abend bester MSG-Spieler, das 26:23 markierte, waren 58 Minuten und 14 Sekunden gespielt.

 

 

Mit acht Treffern bester MSG-Akteur: Benedikt Seeger

 

Gelnhausens Trainer Andreas Kalman zog die letzte Option und stellte auf eine komplette Manndeckung um. Zweimal klaute der Aufsteiger den Ball und verkürzte zum 25:26. Anschließend trafen die Südhessen nur den Innenpfosten. Chaotisch verlief dann die letzte Rückwärtsbewegung, viel zu zentral wurde verdichtet. Der flinke Dennis Gerst stand außen frei und markierte quasi mit dem Schlusspfiff den nicht unverdienten Ausgleich.

 

Hernach kannte der Jubel natürlich keine Grenzen bei den abstiegsbedrohten Osthessen, die nun zum TV Kirchzell aufschließen konnten. „Eigentlich hatte das Spiel auch keinen Sieger verdient“, erklärte Ralf Ludwig angesichts von 17 technischen Fehlern seiner Mannschaft. Der Gastgeber machte es nicht besser, entsprechend hektisch und zerfahren verlief der Vergleich. Gelnhausen kämpfte um den letzten Strohhalm und warf über 60 Minuten alles in die Waagschale.

 

Immer, wenn die Südhessen die Möglichkeit hatten, ihren kleinen Vorsprung auszubauen, patzte man im Aufbauspiel oder der schnellen Vorwärtsbewegung. „Wir sind weit weg von unserer Bestform. Viele Spieler sind angeschlagen, trainieren nicht und spielen dann am Wochenende. Ohne permanentes Training häufen sich einfach die Fehler“, beklagte Ludwig, der sich noch bei seinem Keeper Benedikt Müller bedanken konnte. Ohne dessen Paraden hätten sich die vielen Liederlichkeiten negativer ausgewirkt.

 

Nach dem 5:6 (13. Minute) hatten die Südhessen das Kommando übernommen und stets vorgelegt. Abschütteln ließ sich der Neuling, bei dem der junge Sven Schreiber (8) einen Sahnetag erwischte, nicht. Sie bekamen von den Odenwäldern immer wieder die Hand gereicht. So ging die Punkteteilung letztendlich in Ordnung. Einige Leistungsträger, wie Torjäger Daniel Zele oder Antreiber Darren Weber, suchen derzeit nach ihrer Form. Keine guten Aussichten für die nächste Aufgabe am kommenden Samstag (19.30 Uhr) beim Tabellenführer TV Hüttenberg, der mit einem Sieg die Meisterschaft feiern kann. „Dieser Ausflug könnte ganz bitter für uns werden“, mutmaßte Ludwig.

MSG: Müller und Podsendek (im Tor), Seeger 8, Kossler 4, Zele 3, Weber, Buschmann 3, Büttner 1, Schubert, Jost 3, Arnold 1, Malik 1, Rohaly, Haupttorschützen TVG: Schreiber 8/1, Eurich 5, Botzenhardt 3, Jambor 3, Zeitstrafen: 5/4,Disqualifikation: Jankovic (28. Minute, TVG, grobes Foul), Siebenmeter: 6/2 und 0/0, Zuschauer: 890.