NEWS-TICKER +++ Die naechsten Spiele: MSG I - TV Gelnhausen, Samstag (17.) um 19 Uhr in der Grosssporthalle // MSG II - HSG Kahl-Kleinostheim, Sonntag (18.) um 17 Uhr in Ober-Ramstadt +++ NEWS-TICKER

Dritte Bundesliga 04.04.2016 - Darmstädter Echo

 

 

HANDBALL, DRITTE LIGA Bieberau/Modau fehlt beim 25:35 die Substanz, um eine Meisterfeier zu verhindern

GROSS-BIEBERAU - (kaf). Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau bleibt beim neuen Meister TV Hüttenberg nur die Statistenrolle. Nach dem 35:25 (17:10)-Sieg der Mittelhessen feiern die 1200 Zuschauer den direkten Wiederaufstieg in die Zweite Liga.

 

Dieses Mal hatte es sich für die Verantwortlichen des TV Hüttenberg gelohnt, den Sekt kaltzustellen. Nach zwei vergeblichen Versuchen sicherte sich das Team von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson mit einem 35:25-Heimsieg gegen die MSG Bieberau/Modau vier Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft in der Dritten Liga Ost.

 

Vor über 1200 Zuschauern war dem Favoriten von der ersten Minute an anzumerken, dass er nichts mehr anbrennen lassen wollte. Die Gäste aus dem Odenwald hatten sich vorgenommen, den Gegner so lange wie möglich zu ärgern. Allerdings fehlten dem geschwächten Kader mit Maxi Schubert, Lucas Lorenz und Nils Arnold erneut wichtige Kräfte. Gegen die breite und ausgeglichene Hüttenberger Gemeinschaft stand man so schon vorher auf verlorenem Posten. Umso ärgerlicher, dass die Südhessen gleich die ersten Spielminuten verpatzten. Die Abwehr fand keinen Zugriff, und auch vorne verlor man beinahe jede Eins-Eins-Aktion. Schon nach sieben Minuten musste MSG-Trainer Ralf Ludwig eine Auszeit nehmen.

 

Nach 18 Minuten hatten die Falken auf 6:9 verkürzt, ehe Hüttenberg mit drei Treffern in Folge die Richtung vorgab. Angetrieben vom spielerisch hochtalentierten Dominik Mappes (8 Tore) und Tom Wernig (7) ebneten die Hausherren schon mit dem 17:10-Vorsprung zur Halbzeit den Weg zum Sieg. „Wir konnten uns gegen Hüttenbergs Defensive einfach nicht durchsetzen“, erklärte MSG-Torwart Markus Podsendek.

 

Mit dem Wiederanpfiff lief es vorne etwas besser. Nach 36 Minuten hatte Bieberau auf 16:21 verkürzt, ehe zwei Treffer von Mappes für weiteren Frust sorgten. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Beine der Ludwig-Schützlinge immer schwerer, während Hüttenberg permanent wechselte, ohne dabei qualitativ abzufallen.

 

„Jeder, der da ins Spiel kam, hat sofort richtig Betrieb gemacht“, erklärte Podsendek den entscheidenden Unterschied. Nicht nur der Torwart war froh über den Schlusspfiff. „Größer, stärker und breiter“ formulierte Ludwig die Übermacht des neuen Meisters. Der Coach weiß, dass sein kleiner Kader mit den Kräften am Ende ist, physisch und auch geistig: „Wir hoffen, uns in den letzten vier Spielen so gut aus der Affäre zu ziehen wie möglich.“

MSG: Podsendek und Müller (im Tor), Seeger 2, Buschmann 2, Zele 2, Kossler 3, Malik 8/7, Jost 3, Büttner 2, Rohaly 2, Weber, Haupttorschützen TV: Mappes 8, Warnke 7/4, Johannsson 6, Zeitstrafen: 3/3, Siebenmeter: 5/4 und 7/6, Zuschauer: 1200.