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Babenhausens Schema passt wieder

 

Von Bernd Kalkhof

HANDBALL, LANDESLIGA Auch der TSV Pfungstadt ist chancenlos / Verstärkung zahlt sich bei Bieberau/Modau aus

SÜDHESSEN - Auch Handball-Landesligist TSV Pfungstadt ist beim Tabellenzweiten SG Babenhausen ohne Chance – 26:40. Die MSG Bieberau/Modau II macht mit dem 35:30-Derbyerfolg gegen den TV Reinheim einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt.

SG Babenhausen – TSV Pfungstadt 40:26 (17:14). Die Spiele der SG Babenhausen laufen meist nach dem gleichen Schema ab. Der Tabellenzweite setzt seine Kontrahenten mit enormem Tempo so lange unter Druck, bis die Kräfte ausgehen. Wieder geschehen am Sonntagabend, als der Tabellensiebte TSV Pfungstadt zu Gast war.

Der TSV war im ersten Spielabschnitt lange ebenbürtig, führte nach einer Viertelstunde sogar mit 8:7. Bis zur Pause hatte die Spielgemeinschaft aber den Spieß umgedreht und führte mit 17:14.

Anschließend ging es wie so oft ganz schnell. Schon nach 37 Minuten hatten sich die Schützlinge von Trainer Oliver Schulz aus einer sehr beweglichen Defensive heraus vornehmlich mit schnellen Toren aus der ersten und zweiten Angriffswelle auf 22:16 abgesetzt. Zehn Minuten später stand es 30:20, ehe der überlegene Favorit noch zehnmal nachlegte. Bei der SG überzeugten einmal mehr Stefan Hollnack und Simon Brandt, beim TSV konnte nur Max Damm den Ansprüchen genügen.

SG-Tore: Hollnack 10/4, Brandt 8, Kirchherr 4, Toscano 4/2, Geissler 5/2, Horikawa 4, Stoffel 3, Ratley 2. Haupttorschützen TSV: Max Damm 9, Draskovic 4, Avemarie 3, Zuschauer: 200.

MSG Bieberau/Modau II – TV Reinheim 35:30 (15:12). Die MSG musste auf mehrere Stammkräfte verzichten. Dafür rückten mit Darren Weber. Kris Jost, Michael Malik und Robin Büttner vier Spieler aus der ersten Mannschaft nach. Eine legitime Maßnahme, der die wackeren Gäste mit zunehmender Spieldauer nichts entgegenzusetzen hatten.

20 Minuten verlief das Derby ausgeglichen. Die MSG bekam die Achse um Robin Benke, Kreisläufer Yannick Ballensiefen und vor allem den überragenden Daniel Bauch nur schwer in den Griff. Gegen Ende der ersten Hälfte nutzten die Gastgeber zwei Überzahlsituationen, um sich auf 15:12 abzusetzen.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Bieberauer immer stärker. Der pfeilschnelle Darren Weber trug den Ball nach vorne – zu schnell für die Reinheimer, bei denen die Kräfte zunehmend schwanden. Die Hausherren erhöhten auf 24:19 und 26:21. Reinheim hielt weiter dagegen, ohne jedoch entscheidend zu verkürzen.

Trotz der Niederlage war Reinheims Trainer Andreas Fickinger hochzufrieden mit der Leistung seines dezimierten Kaders: „Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs. Der Sieg der MSG geht aber auch voll in Ordnung.“ MSG-Trainer Manuel Silvestri war angesichts der prekären Lage im Abstiegskampf „einfach nur froh“ über die wichtigen zwei Zähler.

MSG-Tore: Göbel 12/4, Weber 7, Büttner 6, Holler 5, Winn 3, Grimm und Malik. TVR: Benke 12/3, Bauch 10, Yanick Ballensiefen 5, Justin Kraus, Stuckert und Daniel Kaczmarek, Zuschauer: 180.

TSG Bürgel – SKG Roßdorf 49:37 (25:14). „Ich habe das Gefühl, die Mannschaft hat von Anfang an nicht an ihre Chance geglaubt“, tadelte SKG-Trainer Julian Klein sein Team nach dem ängstlichen Auftritt in der schmucken ESO-Sportfabrik am Samstagabend. Nur bis zum 4:4 konnte Roßdorf Paroli bieten mit den hochmotivierten Offenbachern, denen der Titel kaum mehr zu nehmen ist. Anschließend enttäuschten die Gäste besonders in der Rückwärtsbewegung. Bürgel bestrafte jeden Ballverlust oder Fehlwurf mit einem Kontertor. Auch über die schnelle Mitte war der Favorit immer wieder erfolgreich. Zur Halbzeit stand es 15:25 aus Roßdörfer Sicht, die Partie war gelaufen.

Den zweiten Durchgang nutzte Klein, um neue taktische Varianten auszuprobieren. So stellte man sich mit einer 3-2-1-Abwehr auf. Am Verlauf des Spiels änderte das nichts. Roßdorf traf vorne, Bürgel antwortete mit einem Gegentor. Am Ende hatten die indisponierten SKG-Torhüter fast 50 Treffer kassiert. „Ich hoffe, dass die Mannschaft die Saison noch nicht abgehakt hat. Das sind wir auch der Konkurrenz schuldig“, bewertete Klein den schwachen Auftritt.