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15. März 2013  | kaf

Derby-Zeit: Groß-Umstadt gegen Groß-Bieberau

 

Handball, Dritte Liga – Die Gastgeber brauchen die Punkte im Abstiegskampf gegen den Tabellenfünften

 

 

Frühzeitige Anreise ist am Samstagabend (19 Uhr) angeraten. Denn die Groß-Umstädter Heinrich-Klein-Halle dürfte beim Drittliga-Derby proppenvoll werden. Das Hinspiel am 4. November 2012 (25:25) beobachteten 1300 Zuschauer in der Darmstädter Böllenfalltorhalle.

Es ist das Spiel des Jahres für alle Beteiligten beider sportlicher Lager, die gesunde Rivalität beseelt. Für den TV Groß-Umstadt steht bei diesem prestigeträchtigen Vergleich diesmal jedoch deutlich mehr auf dem Spiel als für die TSG Groß-Bieberau. Die Gastgeber brauchen jeden Zähler im Abstiegskampf. Die Gäste, aktuell Tabellenfünfter, haben bisher eine ordentliche Saison gespielt.

Für Karim Ketelaer ist es das zweite Drittliga-Derby – und vorerst auch das Letzte. Groß-Umstadts begabter Torhüter wechselt nach der Saison zur HBW Balingen-Weilstetten. In der dortigen Drittliga-Mannschaft kann er sich für den Bundesliga-Kader empfehlen.

Der erst 19 Jahre alte Lehramtstudent sieht den richtigen Zeitpunkt für den Vergleich gekommen, obwohl es zuletzt nach zwei Siegen eine 31:35-Niederlage gerade in Balingen setzte. „Der Leistungseinbruch war Kopfsache. Wir waren uns nach dem großen Vorsprung schon zu sicher. Ich glaube aber nicht, dass uns so was wieder passiert, weil wir über die Saison gereift sind“, bekräftigte Ketelaer selbstbewusst.

Auch für Groß-Bieberaus Mannschaftskapitän Mathias Konrad geht es zum letzten Mal zum TV Groß-Umstadt. Der 29 Jahre alte Rückraumspieler wechselt zur SG Wallau, dem neuen Oberliga-Meister. „Ich arbeite 50 bis 60 Stunden die Woche. Groß-Bieberau wird kommende Runde viermal trainieren, das schaffe ich nicht“, begründet der Kaufmann. Wohnhaft in Mainz, liegt die Sporthalle in Hofheim verkehrstechnisch deutlich näher. Konrad freut sich riesig auf den reizvollen Drittliga-Vergleich. „Du hast als Spieler immer konkrete Ziele, Meisterschaft, Klassenerhalt oder eben diese besonderen Derbys. Da zählt natürlich nur ein Sieg“, gibt der Kapitän die Marschroute klar vor.

Die Ansprüche sind höher bei der TSG Groß-Bieberau, auch wenn es für die ganz großen Würfe in dieser Spielzeit noch nicht reicht. Die erste Heim-Niederlage (24:28) gegen den Klassenprimus TSV Friedberg (Bayern) belegt das und verstellt den Blick nach ganz oben. „Da haben wir es in der Schluss-Viertelstunde nicht geschafft, unser Spiel durchzubringen. Wenn uns das gelingt, können wir jeden Gegner schlagen“, betonte Konrad.

Beide Derby-Mannschaften haben am Samstagabend ihre Kader komplett. Auch Groß-Bieberaus Rückrauspieler Michael Malik (Knieprobleme) lässt sich die Partie natürlich nicht entgehen. Die Regie des TV Groß-Umstadt ist vorbereitet auf den großen Zuschauer-Andrang. Und es gibt für Kurzentschlossene noch Karten an der Abendkasse.