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Darmstadt / Darmstadt-Dieburg 09.06.2016

 

Von Bernd Kalkhof

HANDBALL Harald Janßen arbeitet seit über 20 Jahren als Physiotherapeut bei Odenwälder Clubs

GROSS-BIEBERAU - Er ist zweifellos einer der dienstältesten Mannschaftsbetreuer im Odenwald. Es war im Jahr 1994, als Harald Janßen in den Odenwälder Handball einstieg. Der damalige Trainer der TSG Groß-Bieberau, Milan Brestovansky, nahm den gebürtigen Friesen mit in ein Trainingslager im Olympia-Stützpunkt Saarbrücken. Der eigentliche Physio Manfred Reinhard war verhindert. Diese vier Tage im Saarland sollten sein Freizeitverhalten gehörig verändern.

 

Nach dem ersten Zweitliga-Abstieg der TSG nahm Jens Becker den heute 52-Jährigen mit zum TV Asbach. Becker begann dort als Spielertrainer, Janßen blieb sieben Jahre. 2003 stieg Groß-Bieberau erneut in die Zweite Liga auf. Dann ging es zurück zur TSG, wo in der Ära von Trainer Thomas Göttmann die erfolgreichsten Jahre folgten.

 

 

 

 

Viel Arbeit vor allem in der Vorbereitung

 

Mit Keeper Felix Beck, den Rybakov-Brüdern Dennis und Alexej, Andreas Neumann oder Florian Bauer gelang 2008 der Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga Süd. Unvergessen: der Auswärtserfolg beim jahrelang zu Hause ungeschlagenen EHV Aue oder das Spiel gegen Bittenfeld in der Stuttgarter Porsche-Arena vor knapp 5000 Zuschauern.

 

Doch es ist in erster Linie viel Arbeit, die solch eine Position mit sich bringt. In der Vorbereitung ist Janßen fünfmal in der Woche in der Sporthalle – von den vielen Terminen am Wochenende ganz abgesehen. Seit 13 Jahren ist der Wersauer zudem bei allen Auswärtsspielen dabei. Viele Spieler hat Janßen kommen und gehen sehen. Und sie gehen schneller als früher. Tempo und Dynamik haben sich deutlich erhöht. „Die Belastungen sind ungleich höher als früher. Heute erreicht ein Spitzenhandballer kein hohes Spieleralter mehr. Der Verschleiß beginnt schon mit 20“, sagt Janßen.

 

Dieses Wissen wurde besonders häufig in der vergangenen Spielzeit abgerufen. Es war ein Seuchenjahr für den Drittligisten. Nie war der Kader komplett. Umso stolzer macht Janßen Tabellenplatz vier. „Wir haben wieder eine tolle Mannschaft am Start. Alle ziehen voll mit. Zudem ist mit der Rückkehr von Felix Kossler und Maxi Schubert eine Menge Spaß zurückgekehrt“, schmunzelt Janßen.

Immer noch mit Leidenschaft dabei, denkt das Muskelpaket noch lange nicht ans Aufhören. Derzeit betreut Janßen auch Aufbauspieler Darren Weber, dessen Vater Thomas schon auf seiner Massagebank lag. „Ich habe Darren gesagt, wenn ich auch noch seinen Sohn betreuen muss, höre ich auf“, scherzt Janßen.