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Samstag · 27.08.2016 · 21:24 Uhr · fcb

Finalgegner der SG BBM Bietigheim heißt TVB Stuttgart


Michael Schweikardt kehrte in der ersten Pokalrunde aufs Spielfeld zurück
Foto: Marco Wolf

Das Achtelfinale zu erreichen lautet die Maßgabe von Trainer Markus Baur für den TVB 1898 Stuttgart. Gegner im Halbfinale war das Drittliga-Ost-Team der MSG Groß-Bieberau/Modau. In der dunstig-aufgeheizten Sporthalle am Viadukt in Bietigheim konnte sich der Favorit recht schnell absetzen. Zur Pause leuchtete bereits ein 16:10 auf den Anzeigetafeln. Das Team von Markus Baur baute seinen Vorsprung danach auch ohne etatmäßigen Rückraum-Linken sukzessive aus und ging als 31:23-Sieger vom Platz. Die Südhessen hatten sich dennoch achtbar geschlagen. Im Finale geht es nun gegen Turnier-Gastgeber SG BBM Bietigheim, der sich gegen den Leichlinger TV durchgesetzt hatte.

TVB-Spielmacher Michael Schweikardt hatte sich für das Spiel gesund gemeldet. Zunächst scheiterte der Erstligist unter seiner Regie dreimal an Martin Juzbasic. Der kroatische Schlussmann der MSG Groß-Bieberau brachte sein Team dadurch ins Spiel. Seine Vorderleute nahmen den Schwung auf, Robin Büttner und Lucas Lorenz besorgten die Treffer zum 1:2, ehe der per Kempa in Szene gesetzte Dominik Weiß die Führung beim 3:2 (6.) aufseiten des Favoriten holte. Der TVB hatte auch danach große Probleme mit dem angriffslustigen Drittligisten, der bei Wurfchancen nicht lange fackelte. Da dann auch der TVB im Angriff besser in Fahrt kam, fielen die Treffer alsbald in schneller Folge.

Es schien sich ein temporeiches Duell ohne Abwehrästhetik zu entwickeln. Der TVB 1898 Stuttgart konnte seine Deckung jedoch stabilisieren. Bobby Schagen erhöhte mit einem Hattrick auf 9:6. 15 Minuten waren gespielt, als die Stuttgarter ihre erste Drei-Tore-Führung erspielt hatten. Der Ex-Göppinger Max Schubert scheiterte kurz darauf beim Strafwurf und auch beim Nachwurf an Johannes Bitter. Simon Baumgarten stellte auf 10:6, ehe Daniel Zele mit dem siebten Treffer ein Lebenszeichen für sein Team sandte. Über sieben Minuten hatte der Drittligist keinen Torerfolg verbucht. Bei Alexander Heibs 13:9-Treffer (24.) blieb es derweil bei dem Vier-Treffer-Unterschied.

Der TVB machte gegen Groß-Bieberau in vielen Situationen dicht und erzielte zudem schnelle Treffer. Bei den Stuttgartern spielte inzwischen Bobby Schagen im rechten Rückraum und vertrat die verletzten Linkshänder Felix Lobedank und Djibril M´Bengue. Mehrmals war dem Niederländer in den ersten schwierigen Minuten der Partie nach einem Ballverlust seiner Nebenleute der Rebound gelungen. Der TVB bugsierte sich indessen immer mehr in eine bequeme Situaiton. Nach Tobias Schimmelbauers drittem Treffer hieß es kurz vor der Halbzeit-Sirene 16:10. 11 Sekunden reichten dem letztjährigen HBL-Aufsteiger dann nicht mehr, um nach dem 17:11 noch ein Tor draufzulegen.

Seit geraumer Zeit versuchte man, die Sporthalle am Viadukt durch das Öffnen aller Fenster herunterzukühlen. Auf dem Spielfeld schien das zu helfen, denn beide Teams waren weiterhin zu schnellem Spiel in der Lage. Nach 34 Minuten stand es 19:13. Fünf Minuten später stellte Tobias Schimmelbauer mit zwei Kontern auf 23:14. Kurz darauf traf der Zwei-Meter-Hüne über den Block. Beim 24:16 wurde MSG-Linksaußen Max Schubert bestens in Szene gesetzt: Die Südhessen hatten nach 45 Minuten kaum mehr eine Chance auf den Sieg, auch der beherzte Einsatz gegen Dominik Weiß von Chris Jost, mit einer Strafzeit belegt, unterstrich aber die Moral der Ludwig-Truppe.

Zwölf Minuten vor Schluss durchbrach dann Marian Orlowski mit dem 26:16-Treffer die Zehn-Tore-Schallmauer. Zuvor war das Spiel ein wenig zum Erliegen gekommen, da sowohl Johannes Bitter als auch Martin Juzbasic schwache Abschlüsse verhinderten. Der TVB wechselte nach dem 28:20 im Tor, der junge Nick Lehmann kam für Johannes Bitter. Bobby Schagen feuerte kurz darauf von zentraler Position zum 30:20. Groß-Bieberau stemmte sich unter der Regie von Darren Weber weiter gegen eine zweistellige Niederlage. Felix Kossler stellte in der Vorschlussminute im Gegenstoß auf 31:22. Das letzte Wort zum 31:23-Endstand hatte mit Max Schubert ebenfalls ein Akteur der Gäste.