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Von Bernd Kalkhoff/ Darmstädter Echo

HANDBALL, DRITTE LIGA Groß-Umstadt und Bieberau/Modau starten mit Hessen-Derbys in die Saison

DARMSTADT-DIEBURG - Saisonauftakt in der Dritten Handball-Liga Ost. Die südhessischen Vertreter MSG Bieberau/Modau (bei HSG Nieder-Roden) und MSG Groß-Umstadt (zu Hause gegen TV Gelnhausen) bestreiten gleich zwei Hessen-Derbys.

Personell hat sich weder bei Groß-Umstadt noch beim Ligakonkurrenten Bieberau/Modau viel verändert. Die jeweiligen Kader wurden (wie berichtet) nur punktuell ergänzt. Ganz anders sieht es da mit der Bestückung der Oststaffel aus, die sich mit Teams aus Niedersachsen stark verändert hat. Hohe Etats und enormer Trainingsaufwand sorgen im Feld der 16 Mannschaften für viel Qualität.

Mammutaufgabe für Groß-Umstadt

Da können die vielen hessischen Vertreter kaum mithalten. Schon gar nicht der TV Groß-Umstadt, der sich nach dem Zusammenschluss mit dem TSV Habitzheim nun ebenfalls Männerspielgemeinschaft (MSG) nennt. Der Etat ist bescheiden, die Regie muss mit einem kleinen Kader planen. Unter den Neuzugängen ist auch kein Schwergewicht, es handelt sich vornehmlich um Talente. Immerhin konnte Keeper Hanno Vöhringer seine Klasse schon beim TV Kirchzell unter Beweis stellen.

Trainer Tim Beckmann steht erneut vor einer Mammutaufgabe, wenn es darum geht, die Klasse zu halten. „Mannschaften wie Hildesheim oder Springe trainieren nahezu doppelt so viel wie wir und haben allesamt Profis in ihren Reihen. Auch die umliegenden Mannschaften haben sich verstärkt. Wir müssen von Spiel zu Spiel an unsere Stärken glauben, um zu punkten“, sagt der Sportlehrer vor der kniffligen Spielzeit.

Und die beginnt am Sonntag (17 Uhr, Heinrich-Klein-Halle) gleich mit dem Derby gegen den TV Gelnhausen. Die Gäste hatten sich buchstäblich in letzter Sekunde den Klassenerhalt gesichert. Mit Jonas Müller (HSG Wetzlar/HSG Nieder-Roden) ging einer der Haupttorschützen. Dafür holte man Routinier Eric Kaluzinski. Zudem kam der junge Aufbauspieler Robin Marquardt (HSG Hanau). Ähnlich wie bei den Gastgebern soll nun eine mannschaftlich geschlossene Einheit für eine entspanntere Saison sorgen. Mit Linkshänder Fabian Eurich, Sven Schreiber oder dem schnellen Phillip Botzenhardt verfügen die Osthessen auch über torgefährliche Spieler.

Für die MSG Bieberau/Modau wird es sehr schwer werden, den starken vierten Tabellenrang der Vorsaison zu wiederholen. Schon der Auftakt hat es in sich, wenn die Falken am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Wiesbadener Straße) beim Lokalrivalen HSG Nieder-Roden antreten. Mit den wurfstarken Jonas Müller und Felix Hain haben die Rodgauer nun zusätzliche Varianten im Rückraum, zudem ist der zweitliga-erfahrene Linkshänder Tim Henkel nach langer Verletzungspause zurück.

Nieder-Roden will Revanche gegen Bieberau/Modau

In der vergangenen Saison trumpften die Odenwälder bei der HSG allerdings mächtig auf und gewannen 28:23. Dieser Stachel sitzt noch tief bei den Mannen von Nieder-Rodens Trainer Alexander Hauptmann, die nach guten Testspielergebnissen eigentlich Favorit sind. Die MSG hatte ihren ersten Pflichteinsatz am letzten Samstag, als man in der ersten DHB-Pokalrunde dem Bundesligisten TVB Stuttgart mit 23:31 unterlag. Dabei zeigten die Schützlinge von Trainer Ralf Ludwig eine gute Vorstellung. Der neue MSG-Torhüter Martin Juzbasic bewies seine Qualitäten, könnte eine echte Verstärkung für die Südhessen werden.

Nun gilt es, die taktisch und spielerisch ordentliche Leistung zu wiederholen. Die MSG kann wie der Kontrahent aus dem Vollen schöpfen, ein offener Schlagabtausch scheint programmiert. Ein Wiedersehen gibt es mit Benedikt Müller. Der Keeper wechselte vor der Runde von den Falken zu den Rodgauern.