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Dritte Bundesliga 05.09.2016

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL, DRITTE LIGA MSG Bieberau/Modau gewinnt spannendes Derby in Nieder-Roden mit 30:29

NIEDER-RODEN - Starker und glücklicher Einstand für die MSG Bieberau/Modau. Zum Saisonauftakt in der Dritten Handball-Liga Ost schlugen die Odenwälder die HSG Rodgau/Nieder-Roden in einem packenden Derby mit 30:29 (15:15).

 

Spannender hätte der Saisonauftakt der MSG Bieberau/Modau nicht verlaufen können als am Samstagabend in der Nieder-Rodener Großsporthalle. Die Partie bot alles, was man sich für solch ein Derby wünschen konnte. Dramatik, aber auch ein äußerst schnelles Spiel erlebten die gut 650 Zuschauer. Dass die Odenwälder am Ende mit 30:29 auf der Gewinnerseite standen, war letztendlich glücklich, aber nicht unverdient. „Das war ein offener Schlagabtausch. Nuancen haben den Ausschlag gegeben. Es hätte aber auch andersrum ausgehen können“, befand auch MSG-Trainer Ralf Ludwig.

 

 

Nieder-Roden macht mächtig Druck

 

Nieder-Roden entpuppte sich nämlich als der erwartet starke Konkurrent. Der vom Bundesligisten HSG Wetzlar mit Doppelspielrecht versehene Jonas Müller (5 Tore) setzte der nicht immer sattelfesten Abwehr der Falken mächtig zu, auch Linkshänder Timo Kaiser (8) und der wiedergenese Michael Weidinger (5) sorgten für mächtig Druck. Doch auch die Gäste hatten mit Taktgeber Benedikt Seeger (8) und Maxi Schubert (7) zwei starke Individualisten. Sie erwischten einen Sahnetag, und so entwickelte sich gerade im ersten Durchgang eine völlig ausgeglichene Partie. In der 35. Minute stand es 17:17, dann patzte die MSG-Defensive gleich mehrfach. Michael Weidinger gewann drei Eins-Eins-Duelle nacheinander und brachte seine Mannschaft mit 23:20 nach vorne. „Da waren wir noch in der Kabine“, erkannte Ludwig und reagierte prompt. Mit der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr in der 40. Minute gelang es, den Angriffsfluss der Rodgauer zu bremsen.

 

„Am Liebsten hätte ich diese Formation von Anfang an gespielt, aber das wäre für einige Schlüsselspieler dieser Variante zu anstrengend gewesen“, erklärte Ludwig hernach. Dass diese taktische Maßnahme die richtige war, davon zeugten vier Tore in Folge.

 

Mit dem 24:23 drehten die Südhessen den nun packenden Vergleich. Anschließend wurde im Angriff diszipliniert gespielt und vor allem getroffen. Geschickt verwalteten die Gäste den hauchdünnen Vorsprung bis zum vorentscheidenden 30:28. Der Anschlusstreffer gelang den ebenbürtigen Rodgauern erst 14 Sekunden vor der Sirene. Großer Jubel herrschte beim zahlreichen Anhang der Falken.

 

Die MSG zeigte sich variabel im Angriff. So fand sich Linkshänder Felix Kossler auf der Mitte wieder oder Till Buschmann verschwand an den Kreis. Nach ausgestandenen langwierigen Schulterbeschwerden war Maximilian Schubert kaum wiederzuerkennen. Der wurfstarke ehemalige Bundesligaspieler deutet an, wie wertvoll er sein kann. Auch Ideengeber Benedikt Seeger spielte nach unauffälliger Vorbereitung stark.

MSG Bieberau/Modau: Juzbasic und Khan (im Tor), Schubert 7, Seeger 8/3, Zele 2, Kossler 2, Büttner 3, Malik 2, Buschmann 3, Lorenz 2, Weber 1, von Stein und Göttmann; Haupttorschützen HSG Rodgau/Nieder-Roden: Kaiser 8/3, Weiddinger 5, Müller 5, Kohlstrung 3, Keller 3, Schmitt 2; Zeitstrafen: 3/6, Siebenmeter: 4/3 und 3/3, Zuschauer: 650.