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Dritte Bundesliga 08.09.2016

 

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL, DRITTE LIGA MSG Bieberau/Modau sieht den TV Großwallstadt im Derby noch nicht in Bestform

DARMSTADT - Wieder einmal wird damit Darmstadt zum Schauplatz für Spitzenhandball. Die MSG Bieberau/Modau erhofft sich für ihr zweites Saisonspiel in der Dritten Liga Ost gegen den altehrwürdigen TV Großwallstadt am Freitagabend (19.30 Uhr) ein größeres Publikum und zieht in die Böllenfalltorhalle um. Denn der Gegner gilt als zugkräftig.

 

Sechsmal feierte der TV Großwallstadt die deutsche Meisterschaft, zweimal wurde der Cup der Landesmeister gewonnen. Doch die glorreichen Zeiten sind lange vorbei, nachdem man sich in den letzten zwei Jahrzehnten immer mal wieder finanziell verhob. Vor gut einem Jahr waren die Mainfranken dann nicht mehr zu retten. Nach dem Zwangsabstieg startet der TVG seit der zurückliegenden Saison in der Dritten Liga Ost. Der durch erfolgreiche Jugendarbeit hochgeschätzte Heiko Karrer übernahm als Trainer das Ruder und führte das junge Team zeitig aus der Abstiegszone.

 

In dieser Spielzeit nun wollen die Mainfranken, die (wie berichtet) unter ande rem den erfahrenen Linkshänder Michael Spatz aus Stuttgart verpflichteten, wieder oben angreifen. Selbstbewusst nimmt die Regie das Wort Meisterschaft in den Mund, aufgrund der starken Konkurrenz aus Niedersachsen könnte der Happen aber zu groß sein. Zum Saisonstart ereilten den TVG viele Verletzungen. André Göpfert, Jan Winkler und Thilo Geis fehlten am Sonntag bei der 19:21-Niederlage gegen den HSC Coburg II verletzt; Mario Stark, Tom Spieß oder Florian Eisenträger sind nach langen Verletzungen nicht in Topform.

 

Eigentlich ein guter Zeitpunkt, um gegen den TVG zu spielen. Zumal die MSG Bieberau/Modau nach dem 30:29-Erfolg bei der starken HSG Nieder-Roden einen deutlich besseren Einstieg feierte. Maximilian Schubert gehörte neben Gestalter Benedikt Seeger zu den auffälligsten Spielern auf dem Parkett. Sieben Tore belegen zudem: Die so lange lädierte Schulter hält. Der Bundesliga-Spieler investierte viel Zeit im Kraftraum, um die Muskulatur zu stärken. Der großgewachsene Linksaußen glaubt nicht an eine Favoritenstellung der Gäste mit ihren hohen Zielen. „Man kann die Leistungsstärke von Großwallstadt schwer einschätzen, aber Meister werden die nicht. Da gibt es ganz andere Kaliber in dieser noch mal stärkeren Staffel“, ist sich Schubert sicher.

Er schätzt den Kontrahenten zwar deutlich stärker ein als in der Spielzeit 15/16, das gelte aber auch für sein eigenes Team. „Wir hatten letzte Runde mit so vielen Verletzungen zu kämpfen. Jetzt können wir beinahe wieder aus dem Vollen schöpfen. Auch finde ich, dass wir mittlerweile viel besser zusammenspielen. Die Abläufe stimmen und jeder weiß, was der andere macht“, erklärt Schubert. Die Falken sind am Freitagabend komplett, auch wenn Kris Jost noch angeschlagen ist.