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Dritte Bundesliga 07.10.2016

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL, DRITTE LIGA MSG Bieberau/Modau hofft auf Sieg beim HC Elbflorenz / Groß-Umstadt erwartet Hannover

GROSS-UMSTADT/GROSS-BIEBERAU - Die MSG Groß-Umstadt muss im Kampf um den Klassenerhalt in der Dritten Handball-Liga ihre Heimspiele gewinnen. Am Sonntag kommt der robuste HSV Hannover. Ligakonkurrent MSG Bieberau/ Modau hofft auf ein erstes Erfolgserlebnis beim HC Elbflorenz, wo es noch keinen Sieg gab.

Endlich mal einen Sieg beim HC Elbflorenz wünscht sich Lucas Lorenz am Samstag (17.30 Uhr, Energieverbund-Arena) vor der langen Reise nach Dresden. Der Kreisläufer hat dort noch nie gewonnen, weder mit der MSG Bieberau/Modau, bei der er seit über zwei Jahren spielt, noch zuvor mit der SG Wallau. Von dort brachte ihn Trainer Ralf Ludwig mit nach Südhessen.

 

Schnell entwickelte sich der 26-Jährige zu einem Leistungsträger, gerade in der Defensive. In der letzten Spielzeit gehörte Lorenz dann aber zu den vielen Verletzten der MSG. Ein halbes Jahr konnte er nach einer Schambeinentzündung überhaupt keinen Sport machen. „Es wird langsam besser, aber meine Kondition hängt noch hinterher“, sagt Lorenz, Durch den physischen Rückstand kann die MSG nur sporadisch ihre offensivere Abwehrvariante spielen. Trainer Ludwig vertraut nur Lorenz auf der wichtigen Schlüsselposition. Aber auch gegen Dresden wird der Kreisläufer wieder seine Pausen brauchen. Trotzdem freut er sich riesig auf den Vergleich. „Obwohl Dresden schlecht gestartet ist, gehören sie zu den stärksten Teams der Liga. Es sind ausnahmslos Profis, da können wir uns mal richtig beweisen. Das sollte ein echter Ansporn sein“, erklärt Lorenz.

Beim Gegner stockt es bisher in der Offensive. Das Zusammenspiel der vielen ehemaligen Bundesliga-Spieler passt derzeit nicht. So richtig angekommen ist Handball in Dresden auch noch nicht. In der Sporthalle, die der Hauptsponsor für 15 Millionen Euro bauen ließ, verlieren sich im Schnitt nicht mal 200 Besucher.

Erst dreimal hat die MSG Groß-Umstadt in dieser Saison gespielt. Ein Sieg und zwei Niederlagen stehen auf dem Konto. Das soll sich am Sonntag ändern, wenn die junge Spielgemeinschaft den HSV Hannover empfängt. Die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt haben ihrerseits bereits fünfmal gespielt und dabei drei Siege verbucht. Die beiden Niederlagen resultieren aus den Gastauftritten in Gelnhausen und Groß-Bieberau. Anscheinend ist Hessen kein gutes Pflaster für den HSV. Hannovers Prunkstück ist zweifellos die Defensive um den 2,07 Meter großen Bastian Riedel. Der mächtige Mittelblock ist nur mit viel Disziplin und hoher Spielintelligenz zu knacken. „Wir treffen auf einen eingespielten, robusten Konkurrenten. Aber es ist ein Heimspiel und wir wollen jedes Heimspiel gewinnen, um nicht frühzeitig unter Druck zu geraten“, fordert Tim Beckmann zwei Punkte. Für den Angriff wünscht er sich indes mehr Kaltschnäuzigkeit als zuletzt.

„Wir müssen uns bei der Chancenverwertung steigern. Es wird schwer genug sein, sich gute Möglichkeiten herauszuspielen“, erklärt der Trainer mit Blick auf die stabile Deckung des Konkurrenten. Gegen Hannover treten die Südhessen erstmals mit komplettem Kader an. Auch Distanzwerfer Markus Eisenträger ist wieder mit von der Partie.